Unser Haus steht längst in Flammen – Vanessa Nakate

Unser Haus steht laengst in Flammen - Buch Review
David
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Autor von MyGreenJourney

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4 von 5 Sternen

Vanessa Nakate ist eine ugandische Klimaaktivistin, die im Jahr 2019 als erste Uganderin Fridays For Future beitrat und mittlerweile zu den bekanntesten Klimaktivistinnen Afrikas zählt. In ihrem Buch „Unser Haus steht längst in Flammen – Warum Afrikas Stimme in der Klimakrise gehört werden muss“ berichtet sie über ihr Engagement gegen die Klimakrise in Uganda und im globalen Süden allgemein. Zudem lässt sie uns an ihrem Werdegang teilhaben und über ihre Aktivitäten, die sie bis nach Davos zum Klimagipfel geführt haben.

Afrika ist nur für 2-3% der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich

Obwohl Afrika ca. 15% der Weltbevölkerung stellt, ist der Kontinent nur marginal für die weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich zu machen. Und wo der globale Norden noch über eine drohende Klimakrise spricht, befindet sich Afrika bereits mittendrin. Größtenteils abseits der westlichen Medien und somit ohne sichtbare Plattform. Selbst in ihrem eigenen Land Uganda und in ihrer Heimatstadt Kamala weiß die Bevölkerung nur wenig über die Gründe zahlreicher Überflutungen, Hitzewellen und Dürren. Es wird vielmehr als eine Art religiöses Schicksal gesehen. Und so leiden vor allem afrikanische Länder unter Ernährungsunsicherheit und damit verbundener Armut, die wiederum dazu führt, dass man es sich nicht mehr leisten kann seine Kinder in die Schule zu schicken. Auch Vanessa setzt sich erst 2019 damit auseinander aber beschließt ziemlich schnell: Ich muss etwas dagegen tun und Afrika eine Stimme geben.

Streikenden droht in Uganda eine Gefängnisstrafe

Jegliche Kritik gegenüber der Regierung oder Streiks sind in Uganda gefährlich. Gerade Frauen wird in einem noch sehr traditionellen Familiengefüge keine freie, öffentliche Meinung zugesprochen. Dennoch entscheidet sich Vanessa bewusst dazu ihre Meinung nach draußen zu tragen. Nach einigen, mäßig erfolgreichen Streiks mit ihren Geschwistern und Freunden, beschließt Vanessa das Wissen über den Klimawandel in die Schulen Ugandas zu tragen. Dies stößt auf sehr positive Resonanz, da es den Schulen meist an den notwendigsten Dingen fehlt und Vanessa Hilfe verspricht. Über Monate unterstützt sie lokale Schulen z.B. bei der Installation von Solaranlagen sowie einem Aufforstungsprogramm.
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Es geht um Klimagerechtigkeit:

Natürlich geht es darum den durchschnittlichen Temperaturanstieg zu stoppen. Aber um das zu schaffen, muss laut Vanessa Klimagerechtigkeit geschaffen werden. Dazu zählt u.a. der freie Zugang zu Bildung vor allem bei Mädchen und Frauen, die meist unter Bildungsarmut zu leiden haben. Auch die systematische Ausbeutung afrikanischer Länder hinsichtlich Rohstoffen muss aufhören und finanzieller Ausgleich der westlichen Länder soll beim Ausbau neuer Technologien und grünem Strom helfen. Denn der globale Norden ist letztendlich hauptverantwortlich für den hohen CO2-Ausstoß und die schlimmen Auswirkungen im globalen Süden. Klimaschutz endet nicht an einer Ländergrenze sondern muss global gedacht und umgesetzt werden.

Mein Fazit:

Vanessa Nakates Geschichte hat mich sehr inspiriert und mir klar vermittelt, dass wir die Ideen und Lösungen Afrikas viel ernster nehmen müssen. Dürren und Überflutungen führen zu Hunger und Armut. Armut wiederum führt zu keiner ausreichenden Bildung (vor allem bei Mädchen und Frauen). Und ohne Bildung können die Menschen nicht an lokalen Lösungen arbeiten oder ihr Verhalten ändern. Ein Teufelskreis. Menschen werden in Zukunft noch mehr gezwungen sein ihre Länder zu verlassen. Ein einseitiger Blick auf die westliche Hemisphäre wäre da fatal. In Europa bekommen wir zwar mit wenn es Buschbrände in Australien gibt oder der Amazonas Regenwald gerodet wird. Die „zweite gründe Lunge“ ist jedoch das Kongobecken mit einer riesigen Artenvielfalt. Die gilt es genauso zu schützen, sowohl im Land selber aber auch auf internationaler Ebene.
 
„Unser Haus steht längst in Flammen“ ist eine großartige Geschichte einer jungen Frau, die sich für Afrika und gegen den Klimawandel engagiert und dabei aber nicht sich, sondern die Sache im Blick hat. Zudem vermittelt sie neben viel Fachwissen auch konkrete Lösungsideen an die Regierungen und Politiker*innen. Vergisst dabei aber auch einfache Tipps für uns alle nicht. Ein sehr gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Unser Haus steht längst in Flammen hier bestellen

Artikelbild von mygreenjourney.de & Buchcover Credits: Rowohlt Verlag

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Über den Autor

Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ich bin David und schreibe hier über meine Erfahrungen, Erfolge aber auch Misserfolge, die ich auf meinem Weg zu einem ökologischeren Leben gesammelt habe und noch sammeln werde. Der Weg ist das Ziel und ich freue mich wenn du dabei bist. Lass gerne einen Kommentar da.

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